Wie ein schwebendes Segel spannt sich der dünne Schalenbau aus Beton über die Mitte des Kreisverkehrs. Er wurde 1967 von dem Binzer Ingenieur Ulrich Müther gebaut und viele Jahre als Buswartehaus genutzt. Heute halten hier die Reisebusse und es stehen öffentliche Toiletten bereit. Doch vor allem gibt es eine Tauschbörse für Urlaubslektüre. Aus der Hyparschale, denn so heißen die doppelt gekrümmten Schalen im Fachjargon, wurde eine „Bücherschale“ mit kostenlosem Lesestoff für alle. Und wer ein ausgelesenes Buch weitergeben möchte, verbindet sich auf charmante Weise mit anderen Menschen zu einer großen Lesegemeinschaft. Geben und Nehmen ist ein schönes Prinzip, das die Bücherschale auf dem Müther-Platz tagsüber täglich bietet.